Ich bin wieder zurück in Deutschland und kann nur sagen...ein Jahr ist auch nur ein Wimpernschlag.
Nach anfänglicher Geschocktheit oder besser Überraschtheit, dass die Autos hier ja auf der rechten Seite fahren, es hier ziiiiiemlich schwül und unglaublich grün ist, habe ich ansonsten alles super angetroffen und es fühlt sich nicht so an als wäre ich ein ganzes Jahr weggewesen...Namibia fühlt sich total unrealistisch und weit weg an. Gott sei Dank habe ich so viele Fotos, sodass ich doch weiß, dass das ganze nicht nur ein Traum war.
Die letzten zwei Wochen in Namibia sind nochmal unglaublich schnell vergangen. Wir waren viel unterwegs: mit unserer Hausmama in ihrem traditionellen Dorf, Windhoek, unseren Kids und Freunden Tschüss sagen und natürlich Souvenirs kaufen. Und schneller als es uns lieb war hieß es dann sich von unserer zweiten Heimat und zweiten Familie endgültig zu verabschieden. Es ist schwer vorstellbar, dass man die Menschen, die einem so nah geworden sind und so viel bedeuten und die man so gut kennt, vielleicht nie mehr wiedersieht. Ich fühle mich wie eine Mama, eine große Schwester und eine Freundin in einem und diese Liebe, die einem gegeben wird, ist so ziemlich das schönste Geschenk, was ich bekommen konnte.
Ich hoffe wirklich sehr, dass ich sehr bald wieder zurückgehen kann. Wenigstens, um meine Kids noch einmal zu sehen.
Und manchmal wünschte ich mir, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Nicht, um was zu ändern, sondern um manche Momente nochmal zu erleben...
Ich bin unglaublich dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, ein Jahr in einer völlig anderen Welt zu leben, diese tollen Menschen kennenzulernen und Namibia oder besser Afrika lieben lernen zu können. Ich habe mehr gelernt, als ich mir je erträumt hätte und ich bereue keine Sekunde von diesem Jahr. Niemals werde ich diese Zeit vergessen und ich werde auch immer mit diesem wunderbaren Land verbunden sein.
Danke für alles, meine liebe Hostelfamilie. Danke für alles, meine lieben Mitfreiwilligen.
Ab Oktober werde ich dann Betriebswirtschaftslehre in Münster studieren. Bis dahin habe ich noch ein paar Wochen Zeit, um in Erinnerungen zu schwelgen und alles Erlebte zu verarbeiten.
Ein letztes Mal:
liebe Grüße aus dem schönen Rheinland, Leni